Die Moorea Tortur

Es waren einmal zwei Weltreisende die seit 10 Monaten unterwegs sind, alle Hürden meistern konnten und in Französisch Polynesien so was von unfähig waren…

So würde die Zusammenfassung auf dem Buchrücken eines Kurzromans beginnen!

Gehen wir mal auf Anfang. Die Story beginnt an einem Samstag im schwülwarmen Tahiti. Es regnet seit einer Woche so fest, dass die Einheimischen von „C'est pas normal“ sprechen, wenn sie vom aktuellen Wetter sprechen. Die Lage auf Tahiti wurde auf Orange gesetzt. Da mit Muhrgängen (Ich wollte das schon lange mal in einem Satzt schreiben) zu rechnen ist.

Delia, unsere AirBnB Hostess, hat uns empfohlen nach Moorea zu gehen. Moorea ist eine Nachbarinsel von Tahiti. Nach langem hin und her entschliessen wir uns am Sonntag dahin zu gehen. Der Wetterbericht für Sonntag sieht fantastisches Weetter vor. Da wir ein Auto für diese Woche gemieted haben gehen wir am Samstag am Schiffsterminal vorbei und sehen uns die Preise und die Abfahrtszeiten an.

Der Samstag verstreicht. Wir gehen zu Bett und stellen den Wecker auf sechs!

Mit einem freundlichen Gitarrenschrummen-Weckalarm von der neuen Jack Johnson CD wache ich auf. Wir fahren gegen sieben Richtung Papeete Ferry Terminal. Da angekommen parkieren wir das Auto und gehen in den ersten Stock. Und was steht da am Schaltern gestochen scharfem französisch? „Ferme“

Aaaaaaaaaaaaaaa!!!! Das gibt es nicht! Diese faulen Islander! Das kann doch nicht sein, dass der Schalter am Sonntag nicht göffnet ist und trotzdem stündlich Schiffe fahren. Ich sage zu Nadine: „Sogar der SBB Schalter im Aarauer Bahnhof hat am Sonntag auf!“ Frustriert schiesse ich ein Bild der Schalteröffnumgszeiten um allfällige Diskussionen mit unserem Host zu vermeiden.

Wir trinken einen Espresso in einem Restaurant gegenüber der Strasse. Per Zufall sehe ich die Serviedüse, die Nespresso Kapsel in die König „Kaffemaschine“ einlegen. Für alle Nespressokritiker: „Der Espresso war fantastisch!“ Wir beschliessen uns zu entlöhnen für die Misere und beschliessen Shopen zu gehen. Hmmm leider haben hier am Sonntag keine Läden geöffnet! Nicht wie erwartet, wie es der rest der Welt tut (ausser der Schweiz). Der Frust wächst!

Wir haben danach zrotzdem einen tollen Tag. In unserer Unterkunft angekommen, geduscht und geputzt schaue ich mir die Bilder des heutigen Tages auf meiem Telefon an. Wieder Frust! Ich habe am Morgen ein Bild der Öffnungszeiten des Schalters gemacht…. Seht euch das Bild an. Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Natürlich muss man ein wenig französisch verstehen…

Her steht lediglich, dass der Schalter im esten OG (R1) am Sonntag geschlossen ist!!!!!
Ich weiss nicht ob man sich das vorstellen kann. Aber als ich das realisiert habe, habe ich mich als dümmster Mansch der Erde gefühlt.
So beschliessen wir am Sonntag Abend, den Mietwagen zu verlängern, früh am Montag aufzustehen und die Insel Moorea zu rocken.
Gesagt getan. Am Montag Morgen wieder um sechs aufgestanden und das Mietauto einen halben Tag verlängert, um damit nach Moorea zu gehen und die Insel zu erkunden. Das Mietauto konnten wir verlängern (nur eine Frage von Geld). Da wir am Vorabend den Onlinefahrplan geprüft haben gehen wir gegen sieben Richtung Papeete. Die Fähre geht ja um 7:30 Uhr. Wieder am Fährterminal gehen wir zu dem UNTEREN Schalter und bestellen uns ein Ticket für zwei Personen inkl. Fahrzeug. Zu unserem Erstaunen ist die Fähre schon weg. Die geht nämlich um 6:45! Super, Fahrplan stimmt nicht. Die Nächste geht um 9:30. Wir bestätigen der freundlichen Dame hinter dem Panzerglas, wir gehen um 9:30 und um 16:45 zurück. Da möchte sie für die Reservation den Mietvertrag sehen. Frust! Der liegt in unserer Unterkunft auf meinem Nachttisch! Aaaaaaaa. Ok. Wir haben genug Zeit den Vertrag zu hohlen. Wir sagen das der Dame und fahren zurück zu unserem Heim.
Wieder am Hafen bestellen wir das selbe. Nach fünf Minuten Datenerfassung sagt die freundliche Dame: „Se schipp is full at 16:45, I am so sorry“! Mir fällt der Kiefer nach unten und verfluche die Welt, Geld, Schiffe, Franzosen, Schnecken, Frösche und alles sonst noch was es gibt!
Nach 10 Minuten Frustbewältigung entschliessen wir uns trozdem zu gehen. Halt ohne fahrbaren Untersatz (was aber laut unserer Hostess Delia Mist sei). Und das taten wir!
We finaly did it!!!!
Das wir jedoch bevor das Schiff ging noch mal nach Hause fuhren, ist Detail und lasse ich nun weg. Die Story ist schon zu lange.
Nachfolgend einige wenige Bilder von unserem Moorea Trip!