Delphins zum Geburtstag

Och es lastet schon etwas schwer diese 30.

Der Tag war jedoch grandios! Frühmorgens rühren mich ein Ständchen auf Skype zu Tränen und später kommen die Delphine. Wir gönnen uns ein Tag auf dem Meer in der Bay of Islands. Ein Segelturn mit der Möglichkeit mit Delphinen zu schwimmen. Falls welche in der Bucht sind und keine Babys haben, nicht am Jagen oder Schlafen sind und auch mit uns schwimmen wollen. Wir fahren also raus und voilà weit vorne springen sie schon aus dem Wasser und machen Kapriolen. Damit bin ich doch schon überglücklich. Als sie noch gerade neben dem Boot zum anfassen nahe herannschwimmen ist der Tag für mich schon supertruper. Die Skipperin kommt dann gleich auch schon mit dem superlativen Satz: „hei guys this group is perfect to go and have a swim with!“ Jeeeepidupiii duuuu! Wir schlüpfen in die Wetsiuts und Flossen, setzten die Schnorchelausrüstung auf schlüpfen ins eisige Wasser. Die leichte Panik über die 30 Meter Wassertiefe unter mir und die Freude über die Delphine irgendwo im Wasser um mich lassen das singen und juchzen in den Schnorchel wie von selbst passieren. Und ich krieg schon Antwort mit Delphingesang. Voilà da flitzt einer schräg an mir vorbei und beäugt mich ganz neugierig. Die Delphine kommen uns so nahe, dass wir uns sehr zusammennehmen müssen nicht nach ihnen zu greiffen. Denn dass haben sie gar nicht gerne und wir machen nur das was sie gerne haben. Anscheinend machen wir es alle nicht schlecht, denn sie bleiben recht lange bei uns und wir können drei mal ins Wasser. Ich bin nach der ersten Sequenz schon am schlottern und bei der dritten nur noch ein Eiszapfen. Doch verpassen wollte ich gar nix und bin daher nochmals rein ins kühle Nass.

Dieses Erlebnis war phantastisch, unvergesslich einmalig. Denn die Delphine schwammen mit uns und nicht etwa wir mit ihnen. Auch wenn wir mit Flossen und Sprinteinlagen (mehr um uns warm zu halten) versucht haben in die richtige Richtung zu schwimmen hatten wir natürlich keine Chance. Wenn sie nicht nahe bei dir sein wollen hast du keine Chance ihnen nahe zu kommen. Manchmal tauchten sie zu zweit im Synchronschwumm, dann alleine neben und das andere Mal unter mir auf. Marc hat einer beim vorbeischwimmen angeschnattert. Ihr Gesang hat uns immer verraten, dass sie nahe sein müssen, doch manchmal hab ich sie dann doch verpasst und nur noch ein Schimmer von ihnen gesehen. Ich bin noch beim Schreiben wieder ganz aus dem Häuschen. Soooo phamos war das!


Der Tag wurde aber keineswegs schlechter nach dem Schwumm, nein nein. Der Wind frischte etwas auf und wir konnten mit kehissten Segeln zu einer schönen Bucht segeln, wo es dann lunch gab. Marc und ich mussten uns etwas zurückhalten, dass wir nicht reinschletzen wie die Irren. Die zwei Toast zum Frühstück waren bei der ersten Delphineuporie schon verbrannt und so hatten wir einen bären Hunger.

Nach der Lunchbreak segeln wir retour richtung Paihia und ein einzelner Delphin hat an den Verwirbelungen am Heckruder Spass. Er schwimmt ganz nahe daran und folgt uns einige Zeit. Schon etwas später treffen wir wieder eine Delphingruppe. Diesesmal hat es auch ein Jungtier dabei. Soo klein und flink springt es aus dem Wasser. Ein Traum!

Der Researchguy an Board hat auch seine helle Freude am Rückenflossen fotografieren und die Ersten aufnahmen vom Jungtier zu schiessen, sein erster Tag an Board war ein voller Erfolg.

Wir kommen im späten Nachmittag im Hafen an und wir geniessen ein BBQ und stossen auf den gelungenen Tag auf dem Camping an. Der unvergesslichste Geburtstag in meinen 30 Jahren.