Wo soll ich anfangen…? Ich bin den ganzen Nachmittag wie der Hansguckindieluft umhergeirrt. Menschen, Tiere, Velos, Mopets (Elektromororen und damit auch hoch beladen lautlos), Leuchtreklamen und soooo viele unlesbare Schriftzeichen. Zum Glück leitete mich Marc mit leichtem Zug am Ellenbogen durch die Strassen, da konnte ich dem Beobachten fröhnen.
Unsere Unterkunft bei einer Chinesin ist nicht das Tüpfchen auf dem i. Die Lage ist super, gleich bei der 2. Ringstrasse und auch noch nahe bei der Metrostation. Die Wohnung ist noch recht gross aber schweinisch dreckig. Und das sagt der Schmutzfink von uns beiden. Ich schätze vor ca. 6 Monaten wurde hier zuletzt Staub gesaugt und an das Andere wage ich nicht zu denken… Das Internet funktionierte leider auch nicht darum gingen wir rasch zu Fuss auf Erkundungstour. Die Strassen sind zu meiner Überraschung auch in lateinischer Schrift angeschrieben.
Mein erster Eindruck der Chinesen: Rülpsen, Spucken und Schlurfen.
Dazu wird die Spucke erstmal richtig in den Rachen runtergezogen damit kräftig gespuckt werden kann. Sei dies in der Bahnhofshalle auf den Marmorboden oder im Restaurant nach dem Essen. Auch Gerülpst wird von tief unten und laut raus. Da ist der schlurfende Gang schon fast unauffällig.
Zufällig erreichten wir in einen Nachtmarkt, wo es allerlei Spiesschen vom Grill gab (Tintenfisch, Hühnchen, Crevetten, Rindfleisch, so was wie Larven von Maikäfern und Fisch). Probieren tu ich dann morgen…. Gefühlte 50km später erreichen wir unser „Zuhause“ wieder. Müde und gespannt ob unser koreanisches Flatmate das Internet zum laufen gebracht hat….
